Das Königlich landwirtschaftliche Projekt Doi Ang Kang


Der Doi Ang Kang (1935 m) liegt an der burmesischen Grenze, in der Provinz Chiang Mai. Sowohl von Chiang Mai als auch von Chiang Rai aus ist er in 5–6 Stunden Autofahrt über Chiang Doa bzw. Fang zu erreichen. Nach Möglichkeit sollte man mit einem eigenen Fahrzeug anreisen, da sich die Reise sonst etwas schwierig gestalten könnte. Kurz nach Fang in Richtung Norden beginnt dann eine der steilsten Straßen Nordthailands.

Ein 4-Rad angetriebener Wagen ist zwar nicht zwingend notwendig, aber in einigen Situationen machten wir die Erfahrung, dass es doch sinnvoll war, uns für solch ein Fahrzeug zu entscheiden. Bedingt durch die Regenzeit war die achterbahnähnliche Straße, die eigentlich immer am Abgrund entlangführt, teilweise sehr glatt oder durch Erdrutsche verengt. Mancherorts hatten die Serpentinen eher Ähnlichkeit mit Treppen als mit Straßen, da sie in den Kurven auf kürzester Strecke um gut 2 bis 3 Meter anstiegen. Wo es die Straßenführung gestattete warteten Frauen der Bergvölker auf Reisende, um ihnen Essen oder Silberschmuck anzubieten.

 

Hat man die letzte Militärstation am königlichen Hubschrauberlandplatz passiert, findet man nach gut zwei Kilometern am Ende der Straße im Ort Ban Khum das Königliche landwirtschaftliche Projekt.


Der Ort selbst besteht nur aus sehr wenigen Häusern und Läden in denen man sich mit dem Nötigsten versorgen kann. Zusätzlich kommt am Nachmittag ein fahrender Laden.


Neben Pickups übernehmen noch Maultierkaravanen die Versorgung der Bevölkerung. Die Tiere können aber auch für Trecking-Expeditionen gemietet werden.


Wer möchte kann im Projekt für 800 Bath in einfachen Hütten übernachten. Luxuriöser ist das Nature Resort mit seinen schönen Holzbungalows. In dem auch die Produkte des Projekts im Restaurant Verwendung finden. Außerdem gibt es noch weitere Anlage die am Hang hinter den Ort gelegen sind.

 

Durch die Höhe von 1400 m ist das Klima hier sehr angenehm. In der kalten Jahreszeit können die Temperaturen bis auf den Gefrierpunkt sinken. Daher sind  die Betten des Resorts mit Heizdecken ausgestattet.

Das Landwirtschaftsprojekt  wurde 1969 von König Bhumibol Adulyadej gegründet. Es ist dazu gedacht den Bergstämmen Alternativen zum Opiumanbau aufzuzeigen. Im Projekt wird getestet wie sich Früchte und Gemüse aus temperierten Breiten in den Tropen entwickeln und wie die Produkte ökonomisch vertrieben werden können.

Um das Projekt auch für Touristen interessanter zu machen, gibt es in der Nähe des Eingangs eine große Schauhalle in der tropische und subtropische Pflanzen ausgestellt sind. Im vorderen Teil der Halle wurde eine mehrere Meter hohe Felswand entsprechen dem natürlichen Habitat einiger Orchideen bepflanzt. Zum größten Teil fanden sich hier Paphiopedilen und Cymbidien bepflanzt.

 


Am sehr schön angelegten Weg der durch die Halle führt standen riesige Pflanzen von Paphiopedilum villosum und andere Arten wie Paph. sukhakulii und bellatulum.


Während unseres Besuchs blühten hier hunderte von Holcoglossum kimballiana.

Neben Obst und Gemüse werden allerdings auch Zierpflanzen unter Glas produziert. In den Gewächshäusern findet man neben Paphiopedilum villosum, das in 20 – 40 Liter Gefäßen kultiviert wird, allerlei Pflanzen die uns Europäern bekannt sind, aber für Asiaten sehr exotisch wirken. So hingen und standen neben den Frauenschuhen Fuchsien, Geranien, Begonien, Schlumbergera Hybriden ….


Paphiopedilum bellatulum, sukhakulii und villosum mit Osterkakteen



Paphiopedilum villosum



Gärtner der Station



Aber auch außerhalb des Projekts werden Gemüse und Nutzbäume angepflanzt.




Im Dorf selbst sieht man meist Vanda coerulea, Dendrobium densiflorum und Dendrobium thyrsiflorum. 

 

Dachgarten in Ban Khun


Vanda coerulea


Orchideensammlung, vorn Paphiopedilum dianthum




Dendrobium crystallinum  

Der Doi Ang Kang ist unter Hobbyornitologen sehr geschätzt. Allerdings können hier auch Orchideenfreunde viele Entdeckungen machen. Bedingt durch das kühle feuchte Klima, sind die Orchideenbestände hier riesig. Auch gibt es noch Pflanzen mit großen Durchmesser.
 


Bulbophyllum spec.


Dendrobium eriaeflorum


Dendrobium formosanum



Lilium nepalense?

Leider ist das Gebiet heute immer noch vom Drogenhandel geprägt. Daher wird man eher argwöhnisch beäugt , als fröhlich begrüßt. Häufig sieht man auch Männer mit Gewehren und hört Schüsse.

 

 Ob das was nützt????

Im Ort selbst findet man sehr viele Orchideen die einfach an die Häuser gebunden oder hängend in Töpfen gepflegt werden.

 

Wird fortgesetzt, ...